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Barrieren abbauen und Freunde finden

Samstag für Samstag, immer von 13 bis 21 Uhr lädt der Deutsch-Afrikanische Jugendverein in das Jugendzentrum Balu in Weddinghofen zu einem offenen Treff ein.
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Jude Nwabuisi (l.) aus Nigeria und Danilo Alves Guerra aus Brasilien haben den Deutsch-Afrikanischen-Jugendverein ins Leben gerufen.Foto: Borys Sarad

Dann kommen Jugendliche unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nationalität zusammen, um gemeinsam zu tanzen, zu spielen, im Internet zu surfen oder aber auch nur um zu quatschen. Jetzt will der Verein, der sich noch mehr als nur samstägliche Treffen vorstellen kann, Kontakte knüpfen und das Angebot ausbauen.

Jude Nwabuisi und Danilo Alves Guerra setzten sich deshalb in der Teestube der Friedenskirche mit Jugendreferentin Inge Fehling und ihrem Kollegen Ingo Rademacher zusammen, um zu überlegen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Und sie stießen dabei auf offenen Ohren. Denn als die beiden engagierten Bergkamen Vereinsvertreter darlegten, was der Verein möchte und was er vorhat, strahlte Inge Fehling. Hat ihrer Meinung nach der Verein erkannt, dass „Jugendliche das Potenzial für die Zukunft sind“. Gedacht wird nun bereits an eine gemeinsame Veranstaltung, vielleicht zum Ende der Kinder-Ferien-Spielaktion, die die Friedenskirche alljährlich in den Sommerferien anbietet.

Der Deutsch-Afrikanische Jugendverein hat laut Danilo Alves Guerra erkannt, dass Integration zwar auch in die Politik eine wichtige Rolle spiele, niemand aber bisher ein Patentrezept parat habe. „Leider gibt es zurzeit noch viele Abgrenzungen und Verständnislücken, zurzeit ist es ein Nebeneinander statt ein Miteinander“. Und das soll sich durch Kontakte und Gespräche ändern. Denn nur, wenn die Menschen sich gegenseitig kennenlernen würden, könnten sie sich gegenseitig einschätzen und beurteilen.

Der 2007 gegründete Verein will deshalb die Zusammenarbeit mit den Jugendamt ausbauen. Das Jugendamt stellt das Balu samstags kostenfrei zur Verfügung und unterstützt den Verein bereits. Jude Nwabuisi und Danilo Alves Guerra wollen aber zum Beispiel auch einen Eltern-Informationsabend anbieten, um nicht nur die Jugendlichen (auf ihnen liegt das Hauptaugenmerk), sondern auch jüngere Kinder und Eltern mit ins Boot zu holen. Auch zu den beiden Bergkamener Streetworkern wollen die Vereinsvertreter nun Kontakt aufnehmen. An den samstäglichen Treffen im Balu aber wollen sie festhalten. Denn mit diesem Angebot füllen sie eine Lücke und bieten den Jugendlichen auch am Wochenende einen Treffpunkt.

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